Finaaale; 8. Etappe von Freiburg nach Konstanz

Eine Nacht im B+B Hotel muss nicht erholsam sein, war's für viele von uns auch nicht. Eher sparsam ausgestattet, mehr ein Hostel als ein Hotel, wurde es auch von einigen jungen Leuten bewohnt, die erst gegen 4 Uhr, aber dafür lautstark, nach hause kamen. Die Unterkunft ist eigentlich nix für MAMILs. MAMILs? Middle Aged Men In Lycra. So nennt man offenbar Rennradfahrer in anglo-amerikanischen Sprachraum. Ein Tante mit englischem Hintergrund wollte mich damit ein wenig ärgern. Konnte sie aber nicht. War eher ein Kompliment. Middle Aged!

Das Frühstück gabs erst ab 7:30 Uhr. Also warteten viele Radfahr-Recken, die ihr Gepäck abgeliefert und ihr Rad vorbereitet hatten, minutenlang, bis die Rolläden hochfuhren und die Frühstücks-Köstlichkeiten freigaben. Riesiger Ansturm auf das Frühstücks "büffet" aber am Ende sind alle gesättigt.

Vier Abgesandte des WEISSEN RINGs aus Freiburg sind gekommen um uns zu verabschieden; u.a. die Dame, von der uns berichtet worden war, sie backe den besten Apfelkuchen nördlich des Äquators. Zum Beweis hatte sie eine Platte mitgebracht. Da ich von dieser Köstlchkeit leider nichts abekommen habe, kann ich ich diese Aussage leider weder bestätigen noch dementieren.

Freundliches Abschiedswinken der Eheleute Person/Berger sowie sowie der Damen Peschke und Hauser geleitete uns aus Freiburg. Jetzt gehts in den Schwarzwald . Nach ca. 10 KM beginnt der Aufstieg. Noch eher leicht, ungefähr 4%. Geht noch. Dann wirds steiler. Es wird immer mühsamer. Langsam trennt sich die Spreu vom Weizen. Der Weizen fährt vorneweg, die Spreu ... na ja.... kämpft. Ich kann das beurteilen, war schließlich Spreu ... so was von!

Wieder zeigt sich Teamgeist. Der bewährte Schubverband legt wieder los. Links und rechts vom Japsenden wird Hand angelegt und es wird geschoooooben. Danke an MEK-Schub! Heute zum ersten Mal im Einsatz: der "Lemmi-Express". Lemmi vorne, dann ein alter Fahrradschlauch, verbunden mit einem Fahrrad, an dem ein hart kämpfender Teamkollege hängt, der auf diese Weise den Berg bezwingt.

Endlich das erste Zwischenziel, St. Peter. Alle sind oben, alle sind geschafft, einige besonders, ich z.B..

Weiter bis St. Märgen; nicht ganz so steil, aber immer noch anstrengend. Weiter geht's. Bei KM 40 ist der höchste Punkt der Etappe, gewissermaßen das Dach der Welt, Fernhöhe (1099 Meter hoch), erreicht. Oben gibt's Piccolöchen von der BB Bank, kredenzt von Anke, danke Anke (sorry, der Kalauer musste sein).

Relativ leichtes Fahren nach Donaueschingen, wo wir Im Fürstenberg-Braustüble unsrere Mittagspause machen. Gutes Essen, leichtes Chaos bei den Getränken. was soll's. Ein scnelles Foto und die Fahrt geht weiter. Wir durchfahren den Hegau. Wetter sonnig aber verdammt frisch. Und dieser Wind! Natürlich aus der falschen Richtung .... wie sollte es auch anders sein.

Und diese Autofahrer! Fahren sonntags (!) als müssten sie Sebastian Vettel einholen. Agressiv und komplett idiotisch wird überholt als gäbe es kein morgen. Und dabei wollen die doch nur zur Schwiegermutter an die Kaffeetafel. Zum Glück trotzdem kein Unfall.

Der Konvoi fährt nach Steißlingen, wo wir zur Eröffnung eines riesigen Verkehrsübungsplatzes geladen sind. Polizeivizepräsident Uwe Stürmer empfängt uns und würdigt vor vielen Zuschauern uns und die Arbeit des WEISSEN RINGs.

Es folgen die letzten Meter nach Konstanz, wo wir gegen 17 Uhr eintreffen. Wir fahren in den Hafen, wo wir empfangen werden und uns unweit der Imperia in den Armen liegen. Geschafft!!!!!! Wieder Piccolöchen, danke A..... , nein einmal reicht! Fotos, Umarmungen, ein Kreis à la Stani, Euphorie, klasse war's, einfach nur geil!

Weiter geht's Richtung Hotel, wo der mitgebrachte Rest-Sekt am Bodenseeufer à la Formel Eins gespritzt wird und einige Team-Kollegen ein Bodenseebad nehmen. Wer's braucht.... .

Rein ins Hotel, duschen, herrichten und ab zum Essen. Gutes Essen, gutes Trinken, Spaß, Freude ..... Ende des Berichts.

Ich will auch noch ein bisschen mitfeiern.

Heino

Tag 8  -  Etappe 7  - Samstag, 26. September 2015

Ein Bericht aus Sicht eines Begleitfahrzeug-Fahrers und eines Radlers:

Der geplante Start um 08:45 Uhr musste verschoben werden,  die Kollegen der Begleitkräder hatten ihren Dienstbeginn erst um 0830, also starteten wir erst um 09:00 Uhr.

An dieser Stelle muss Joni erwähnt werden: er hat für super Hotels gesorgt, die alle ein tolles Frühstück auftischten. Damit fing jeder Tag perfekt an.

Nur ein High-Light: frische Waffeln zum Selberbacken. DANKE Joni.

Zurück zur Etappe. Die Kräder legten eine perfekte Schleusung durch Karlsruhe hin und gaben alles. Ohne Stopp durch eine Großstadt, das hat was. Und so lief es perfekt. Nach 70 Minuten war Rastatt erreicht. Das war zu schnell für unserere perfekte Logistik. Die Radständer konnten nicht mehr aufgebaut werden. Also durch die Fussgängerzone rund ums Schloß und Werbung für den Weissen Ring. In der Fussgängerzone wurden wir laufend angesprochen und die Flyer gingen weg wie warme Semmeln.

Von Rastatt ging es flach zwischen Rhein und Schwarzwald Richtung Süden. Auf glattem Rollerasphalt, Wind im Rücken, Sonne von vorn, weiße Wölkchen am Himmel. So erreichten wir tourverdächtige Geschwindigkeiten zwischen 30 und 45 km/h. Eine Herausforderung für die Begleitfahrzeuge. Ganz knapp wurde von der Logistik vor dem

Gasthof Pflug in Kehl-Neumühl

der Radständer und unsere Olympiawerbung aufgebaut. Die Familie Specht empfing uns äußerst freundlich und servierten ein perfektes Mittagessen, ob Maultaschen, Salat oder Fettucine, alles super. Wir bedankten uns mit einem Eintrag im Gästebuch, indem sich u.a. auch schon  Karl-Heinz Böhm, Haddaway und Sebastian Loeb verewigt hatten.

Nach dem alle Getränkeflaschen aufgefüllt waren, ging es in Richtung "Europa Park".

Auf dem Parkplatz eines Themen Hotels in Rust war dann die letzte Pause vor dem Schlussabschnitt nach Freiburg. Von dort aus konnte man die Loopingbahn des Europa Park Rust sehen: das macht Lust auf eine Rückkehr und einen Besuch des tollen Parks mit den vielen Attraktionen.

Und eine weitere Überraschung gab es auf dem Parkplatz: Carlo, Reno und Nathalie tauchten auf und wurden mit großem HALLO begrüßt - die beiden werden morgen die letzte Etappe an den Bodensee mitfahren. Schön, dass ihr dabei seid!

Weiter bei perfekten Bedingungen nach Freiburg und mit Polizeibegelitung in die Innenstadt. Das allein erregt schon Aufsehen wenn wir in Weiss-Blasu einfahren. Echt perfekte Werbung für den Weissen Ring.

In Freiburg hatte der Weisse Ring den Infostand direkt vor dem Rathaus aufgebaut. Da auch noch Markt war, konnten viele Menschen die beeindruckende Einfahrt unseres Teams mit erleben.

Zum Empfangskomitee in der historischen Gerichtslaube im Freiburger Rathaus zählten Frau Beate Hauser und ihr Vertreter vom Weissen Ring, Bürgermeister Ulrich von Kirchbach, Gabi Rolland MdL , Alexander Oelschlegel von der BB Bank, Gabriel Winterer als Vetreter der Polizei Freiburg.  Als kleine Stärkung wurden Butterbrezeln seviert. Lecker!

Von dort im Konvoi zum BB Hotel in Freiburg Süd. Schwierig war die Unterbringung der Räder in den nicht gerade großen Zimmern. Von hier begleitete uns am nächsten Morgen Gabriel Winterer als Gastfahrer von Freiburg nach Konstanz.

Der Abend endete mit einem zünftigen Abendessen im Restaurant des Polizeisportvereins Freiburg.

Scorpio und Iwo

Es ist Freitag der 25. September, wir sind noch immer in Mainz, und wollen nach einem ausgefüllten aber radfreien Ruhetag in unsere 6. Etappe starten.

Diese soll uns nach dem reichhaltigen Frühstück in Richtung Karlsruhe führen.

Heute, so verspricht es nicht nur die Wetterprognose, nein auch der Blick aus dem Fenster bestätigt: teils heiter und KEIN REGEN!

Um dennoch etwas mehr Zeit für alle weiteren Eventualitäten zu haben, hat unser Tourguide Ray die Abfahrtzeit von 09:00 Uhr auf 08:45 Uhr vorverlegt. Also, gleicher Druck wie immer!

Frühstück, Sachen packen und im Fahrzeug verstauen, Tagesklamotte passend wählen, Bike aus dem Stall lassen und letzte Inspektionen am Selbigen durchführen, Foto von der Gruppe und ab geht die wilde Hatz".

Der Weg führt uns direkt südlich aus Mainz heraus, so dass der Lerchenberg (ZDF) und das Stadion von Mainz 05 schnell hinter uns liegen. Wie immer, finden sich schnell paarweise die Zweierteams und so radeln wir auf weitgehend flachem Terrain, durch malerische Weinfelder, dem ersten Zwischenhalt des Tages Worms entgegen. Als heutigen Gastfahrer dürfen wir Sebastian begrüßen, der uns als ortskundiger Polizeibeamter und Teammitglied einen Tag auf unserer Tour begleitet.

In Worms angekommen, werden wir vom Weißen Ring, sowie von einem Stadtvertreter und zwei Pressevertretern erwartet. Nach kleiner Begrüßung und Werbebotschaft zur Stadt, welche Worms als möglicherweise älteste deutsche und Nibelungenstadt herausstellt, fahren wir nach kurzer Brezenzeit" weiter gen Speyer.

Etwa 15 km vor Speyer entwickeln sich sowohl Strecke als auch Motivation des Teams in Richtung einer ungeahnten Geschwindigkeit. So fahren wir zwischenzeitlich mit tatsächlich fast 39 km/h in Richtung Speyer. Nur Fliegen ist schöner!

Somit erreichten wir den Vorplatz des Domes zu Speyer knapp vor unser errechneten Zeit.

Offensichtlich hatten einige Besucher mit uns gerechnet, denn in der Innenstadt auf dem Weg zum Dom werden wir mit reichlichen Applausbekundungen vieler Anwohner und Besucher bedacht. Offensichtlich hat die Nachricht, dass Hamburger Radler gen Süddeutschland fahren, die Runde gemacht. Gut so!

Unterhalb des Domes empfängt uns die Bürgermeisterin der Stadt Speyer mit warmen Worten. Hier erfahren wir, dass auch Speyer zu einer der schönsten und möglicherweise auch ältesten Städte Deutschlands zählt. Schon wieder die älteste Stadt? Zumindest ist sie eine Reise wert!

Allerdings weiß sie sich kurz zu fassen, da das Mittagessen bereits im angrenzenden Gasthaus zum Domnapf auf unseren eindringlichen" Wunsch auf den Tischen steht.

Nach dem Essen (Hühnchen oder Lachs) setzen wir nach kleinem Dehnungsprogramm unsere Reise fort.

Erstmalig seit vielen Tagen sind plötzlich wieder Hautfarben bei vielen unserer Fahrer/-innen erkennbar. Die Vermummung aufgrund der schlechten Witterung soll hier endgültig ihr Ende finden. Ein ganzer Radtag ohne Regen? Unglaublich!!

Die Zeitpufferpause auf dem Weg nach Karlsruhe können wir aufgrund unserer hohen Marschgeschwindigkeit in Luft auflösen, so dass sich die Nachmittagskilometer in Zahl von 45 km geradezu pulverisierten.

Am Stadtrand von Karlsruhe werden wir von zwei Streifenmotorrädern der Polizei BWL in Empfang genommen und zum Platz der Grundrechte chauffiert. Hier erwartet uns eine Delegation aus Bürgermeister, Stell. Polizeipräsident, Mitarbeiter des WEISSEN RINGS und ein Mitarbeiter der BB-Bank. Nach Worten über die Wichtigkeit des WEISSEN RINGS des Bürgermeisters, wird das Team zu unser aller Überraschung seitens der BB-Bank mit einer Spende bedacht. Wie an vielen Tagen zuvor, sind die Teammitglieder/Fahrer einfach überwältigt. Natürlich wird auch heute unser Toursong (Atemlos durch das Land) gesungen".

Am Abend suchen wir das zentral liegende Novotel und später unsere Abendgastronomie auf. Den Abend lassen viele auf dem Schlossplatz ausklingen, an dem im Rahmen einer 300 Jahrfeier die Karlsruher Schlossfassade illuminiert wurde.

Tagesfazit:

6. Etappe: MAINZ-Worms-Speyer-KARLSRUHE trocken, teils sonnig, zügiges Tempo

Das Team wächst jeden Tag ein bisschen mehr zusammen, ist unwahrscheinlich diszipliniert und ich glaube sagen zu können, dass es jetzt schon ein bisschen schmerzt, dass wir diese tolle Tour in zwei Tagen beenden werden.

Es macht einfach ganz viel Spaß mit euch!

Bericht: Thomas

Ruhetag in Mainz

Anlässlich des 39. Jahrestages des WR haben wir heute unseren wohlverdienten Ruhetag in Mainz, dem Sitz der Bundeszentrale, verbracht. Den müden Beinen Ruhe gönnen war der Plan und der ging auch voll in Erfüllung.

Bereits am Vortage begonnen, gestalte sich auch der heute Vormittag als großer Waschtag. So wurde sowohl der Waschservice des Hotels als auch die handmade Wäsche genutzt und die Hotelzimmer mit schmucken Wäscheleinen versehen.

Neben dem Bemühen um saubere Wäsche stand aber auch wieder Programm am "Ruhetag" an. Ganz durch und durch Sportler wurde dieser Vormittag von Claudi und Kohle mit einem entspannten Jogging zur Schwimmhalle begonnen. Dort fanden sich dann auch weitere 16 Aktive ein, so dass in der Schwimmhalle des Mainzer Schwimmvereins unter Leitung von "Dora" ein äußerst erquickliches Aquagymnastizieren stattfand, das uns gänzlich mit der Handhabungen von "Nudeln" und "Schwimmkorsetts" forderte und auch beanspruchte. Toll und in der Gemeinschaft wirklich ein klasse Erlebnis. Mit Sicherheit auch ein wichtiger Beitrag, um am heutigen Tage ansonsten beim Radeln vernachlässigte Muskelregionen einmal wieder gekonnt zu aktivieren. Damit also einen großen Dank an "Dora" und den Mainzer Schwimmverein.

Da nicht jedem an diesem "Ruhetag" der Sinn nach "exotischen" Bewegungsformen und dann auch noch im Wasser stand, nutzen andere die Gelegenheit, um sich massieren oder von einem Physiotherapeuten wieder "richten" zu lassen. Wem auch das noch zu anstrengend schien, der suchte seine Ruhe auf der Terrasse, las eine Zeitung oder chillte einfach in der heute endlich von Anfang an scheinenden Sonne.

Doch was wäre der ambitionierte Rennradsportler ohne sein "gepflegtes" Bike und dies nahmen andere aus dem Team wiederum unter der professionellen Anleitung und mit Unterstützung von unserem "Hape" zum Anlass, sich ausgiebig mit ihrem Bike, den Ketten und Bremsklötzen oder Pedalsystemen zu beschäftigen. Die Ketten surren nun wieder und die Bremsklötze werden auch den noch anhstehenden Abfahrten trotzen.

Angesichts des heutigen strahlenden Sonnenscheins wurden aber auch schon einmal demonstrativ alle Schutz- und Regenbleche abmontiert. Mit anderen Worten, Regen wird nicht erwartet und gewünscht und die Wetterapps scheinen diesen Wunschgedanken zu stützen. Soweit zum Vormittag.

Am Mittag ging es zum geplanten Treffen in die Bundeszentrale des Weißen Rings. Nachdem der Busfahrer einige interne Unstimmigkeiten klären konnte und die Freigabe für unseren Transport erfolgte, trafen wir in der Zentrale ein. Unser Busfahrer schien jedenfalls so angetan von uns und unserer Idee (oder sollte man eher Auftrag sagen), dass er sich gleich danach erkundigte, wo er unsere Tour verfolgen kann, worüber Sascha ihn gerne aufklärte und wir hoffen und wünschen, dass es unserem Busfahrer viele andere Menschen gleichtun.

Für den Weißen Ring waren in seiner Bundeszentrale Fr.Biwer als Bundesgeschäftsführin sowie Hr. Hinger als ihren Stellvertreter anwesend. Oeschi sprach unseren Dank aus, denn ohne die Unterstützung des Weißen Rings wäre vieles nicht möglich gewesen.

Gerne schließen wir hier auch den Dank an unsere Landesvertreter des Weißen Ring in Hamburg, Wolfgang Ketels und Peter Lunckshausen, ein.

Zudem und so ganz nebenbei stießen wir gemeinsam auf den 39. Jahrestag des Weißen Ring an und seitens der Zentrale wünscht man sich eine Chance, das Radsportteam WR zum 40jährigen im nächsten Jahr begrüßen oder irgendwie einbinden zu dürfen.
Danach ging es mit Taxen und Bus in die Innenstadt, wo am Nachmittag eine Stadtführung, von der BB Bank organisiert, auf unser Team wartete.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen einer sehr interessanten Stadtführung durch Herrn Eckhard FRIEDRICH, einem langjährigen und bekannten Mainzer Stadtführer. Er stellte uns unter anderem auch das Gutenberg Museum vor, aus dem wir erfuhren, dass man über die Person Gutenbergs nicht viel (tatsächliches Geburtsdatum noch Aussehen) weiß, wohl aber über sein Schaffen, welches eindrucksvoll im Museum dokumentiert wird. So führte er uns in die Schatzkammer, einem Tresor mit handgeschriebenen Bibeln des Alten und Neuen Testaments. Auf einer New Yorker Auktion erzielte der Verkauf einer solchen handgeschriebenen Bibel (AT und NT) einen Betrag von sage und schreibe 5,4 Mio $.

Auch die Vorführung in der Druckerei durch Herrn Friedrich war eindrucksvoll ... nun, im Gegensatz zu den Druckwerken Gutenbergs lässt sich unser Bericht sehr viel schneller erstellen.

Prägnant war der Satz über Gutenberg, dass durch seine Erfindung des Drucks der Luxus des Lesens zu einem Massenprodukt wurde und letztlich eine "Explosion von Erfindungen" nach sich zog, auf Grund derer letztlich aus der Erde als Scheibe eine solche als Globus und Kugel wurde.

Mit dem Schaffen Gutenbergs endet das Mittelalter und es begann die Neuzeit.

Mit diesen interessanten und tollen Eindrücken setzte sich die Stadtführung mit der Dombesichtigung und jener der romantischen Altstadt Mainz fort.

Da sich eine Rückfahrt zum Hotel trotz mitunter eingeschlichener Müdigkeitserscheinungen nicht mehr wirklich lohnte, spazierten wir am Rhein entlang und saßen dort gemütlich bei Cafe und weiteren Getränken beisammen so ganz nach Julias Motto "5 waren geladen, 10 sind gekommen, füll` Wasser in die Gläser und heiß sie alle willkommen".

Von dort ging es dann zum Abendessen in das Restaurant "Haus des Weines". Dort waren wir durch die BB Bank und die Bundeszentrale des Weißen Rings eingeladen. 
Damit endete der offizielle Teil des Ruhetages in Mainz, eines tollen und ereignisreichen Tages.

FAZIT:
Es gilt an dieser Stelle einmal dem gesamten Team für Gemeinsamkeit, gute Laune, Freundlichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme zu danken. Die Stimmung ist nach wie vor sehr sehr gut und es scheint so zu sein, als dass uns die bisherigen strapaziösen Regenetappen regelrecht zusammengeschweißt haben. Und so soll es auch bereits in 2013 gewesen sein. Manches wiederholt sich halt. Es macht viel Spaß mit dem Team, auch ohne gemeinsam auf dem Rad zu sitzen und wir sind dankbar, ein Teil dieses Teams sein zu dürfen und für die gute Sache unterwegs zu sein.


Reinhold und Lemmi

Immer am Rhein lang !

Etappe Nr. 5 mit ihren 107 km sollte die kürzeste und letzte Etappe vor dem wohlverdienten Ruhetag sein. Sie führte uns zunächst westlich des Rheines entlang Schloss Stolzenfels, Schloss Lahnstein und diverser anderer Sehenswürdigkeiten weiter in Richtung Süden.

Für die Augen und Rennradfahrerseele ein Gedicht, für die Moral wieder einmal ein harter Test, denn der Starkregen des Vortages war wieder einmal unser ständiger Begleiter. Völlig eingeweicht, nach kurzem Halt Vis-a-Vis der Loreley und Übersetzens mit der Autofähre auf die Östliche Rheinseite, erreichten wir unsere Mittagsrast in Lorch, die Weinwirtschaft LAQUAI. In der alten Brennerei, zwischen Kesseln, Weinregalen und Schanktresen legten sich 26 Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer erst einmal trocken, bevor nicht etwa Wein sondern die angebotenen Heissgetränke reissenden Absatz fanden.

Nach der Stärkung mit regionalen Spezialitäten ging es bei trockenen Bedingungen auf der Östlichen Rheinseite weiter in Richtung Mainz, wo wir die Etappe pünktlich auf dem Gutenbergplatz, unweit des Mainzer Domes beenden konnten.

Von Bela Rethy und dem Radiosender RPR 1 moderiert, wurden wir vom Staatssekretär des Inneren, dem Oberbürgermeister von Mainz, der Bundesgeschäftsführerin des Weissen Ringes und vielen weiteren Funktionären im Rahmen des Gesundheitstages Mainz mit großer Bühne und vielen Aktionsständen empfangen.

Kaum vom Rennradsattel abgestiegen, präsentierten wir unsere Trikots in den Farben des Weissen Ringes bei Interviews auf der Bühne, Erste-Hilfe-Demonstrationen zusammen mit den Johannitern und natürlich mit der Live-Präsentation des neuen Chart-Stürmers, unserem Tour-Song: " Atemlos durch das Land "

Ein herzlicher Dank noch einmal an die Uniformierten Kollegen, die uns wieder einmal sicher aus Koblenz heraus und nach Mainz hinein geleiteten.

Highlights der Etappe: Foto-Stop vor dem Loreley-Panorama, Übersetzen mit der Autofähre auf die Östliche Rheinseite und der grandiose Empfang im Herzen von Mainz.

Nun heisst es Beine hochlegen, Regenerieren und den Rennradfreinen Tag in Mainz am Rhein genießen ! ! !

Claudi + Martin

BERGFEST!!!!


Nach dem sehr herzlichen warmen Empfang der Schmalenberger gestern, verließen wir heute Morgen den netten Ort. Der Himmel weinte zum Abschied - sehr. Das Streckenprofil von heute war nicht ganz so "giftig" wie gestern, hatte es aber trotzdem in sich. Im Sägezahnprofil ging es durchs Siegener Land.


Nach einer 2 stündigen Wasserschlacht erreichten wir unsere erste Raststation: Die Krombacher Brauerei. Die Luft roch würzig lecker nach Malz. Die Geschäftsleitung begrüßte uns mit verschiedenen Getränken aus ihrem Sortiment und einer Brotzeit. Für eine Brauereiführung war leider keine Zeit- es gab Anschlusstermine. So würden wir herzlich eingeladen, wieder zu kommen. Vielleicht das nächste Teamevent. Mit der Bahn?....


Weiter ging es im strömenden Regen- brrrr war es kalt bei den Abfahrten-schnell wieder bergauffahren. Unsere nächste Wärmestation war das vegane SAG Gesundrestaurant in Dickendorf. Vegan- ein neues Experiment- aber lecker.


Gut gestärkt und wieder "trocken gelegt" ging es in Windeseile zu unserem heutigen Tourendpunkt Koblenz- die "weißen Mäuse" warteten schon auf uns und brachten uns sicher durch den dicken Berufsverkehr zum Jesuitenplatz. Hier trafen wir neben den Verantwortlichen vom Weissen Ring, die Bürgermeisterin Marie-Theres Hannes-Rosenstein und die Radsportlegende Rudi Altig.


Fazit: Regen kann ganz schön kalt sein und mürbe machen!

Die Oeschis

3. Etappe Bielefeld-Schmallenberg

Nach einer angenehmen Nacht Im Mercure Hotel in Bielefeld mit einem stärkenden Frühstück stellte sich das gewohnte Bild und geschäftige Treiben vor dem Hotel ein - Taschen verladen, Räder klarmachen, Flaschen befüllen...das Ganze wurde aufmerksam vom WDR Fernsehen beobachtet, der Bericht wurde bereits gesendet.

Pünktlich um 9.00 Uhr ging es nach Verabschiedung der Polizeipräsidentin und dem Landeschef des Weißen Rings, Jörg Bora,  mit Polizeibegleitung aus Bielefeld hinaus - tschüß Bielefeld, auf nach Schmallenberg!

Die heutige erste und auch (zum Glück) einzige Panne kam nach gefühlten 10 Minuten.

Nach ca. 60 km gemütlichem Flachlandfahren ging es in den ersten Anstieg begleitet von der örtlichen Polizei als Führungsfahrzeug. Dieser lieferte uns einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartete. Doch das erste Ziel war in Sicht - die Mittagspuase in den Sauerlandstuben wurde nach ca. 90 km erreicht. Dank Sonnenschein konnten wir das leckere Essen sogar draußen genießen.

Und schon ging es weiter durchs schöne Sauerland! Das Sauerland, haben wir gelernt, bietet reichlich Höhenmeter - es müssen nicht immer die Alpen sein! Hier zeigte sich, dass innerhalb des Teams die Leistungsstärke doch durchaus breit gefächert ist. Viele hatten zu kämpfen und das kleinste Kettenblatte zeigte sich als unser bester Freund. Aber am Ende zählte die Teamleistung!

Eine letzte kurze Verschnaufpause gab es in Winterberg, dann wurden wir mit einer letzten, ca. 20 km langen, Abfahrt belohnt.

In Schmallenberg wurden wir dann mit richtig viel 'TamTam' empfangen: Blaskapelle, Kinder-Moutainbike-Gruppe und extra Bühne für uns. Zusammen mit dem Bürgermeister von Schmallenberg und Jörg Bora haben wir die Bühne 'atemlos durch das Land' die Bühne gerockt!

Danke Schmallenberg für diesen wunderbaren Empfang! Fazit des Tages: Berge sind schön, auch wenn sie manchmal in den Beinen weh tun.  O-Ton einzelner Fahrer: ich hasse Berge!!! Abfahrten sind das Beste!

Fakten: knapp 150 km, 1600 hm - die heimliche Königsetappe der Tour und Teil der Sauerland eXtreme Tour haben wir heute gemeistert!

Der Höhepunkt war: der erste Tag ohne Regen - wir fuhren fast nur bei Sonnenschein und blauem Himmel, gespickt mit ein paar Wölkchen.

Schreiberlinge: Birte & Ralf

 

2. Etappe von Bremen nach Bielefeld

Frühstück im Holiday Inn Express Bremen Airport und Ray bereitet uns auf die Etappe vor. Die anwesenden Asiaten und Stewardessen im Früstücksraum sind verblüfft, aber die hohe Zahl interessiert zuhörender Männer und Frauen in babyblau und dunkelblau zeigt, dass das seine Richtigkeit hat.
Vor dem Hotel werden Räder geputzt und aufgepumpt; Gepäck wird verstaut. Werner, der Polizist aus Bremerhaven, ist wieder da und sein Rad-Outfit zeigt, dass er uns auf dem Rad aus Bremen führen will. Zum Glück ist er in uniformierter Begleitung und Werner und seine Kollegen im Streifenwagen geleiten uns bis an die Landesgrenze.
In Niedersachsen, Kreis Osterholz,  ist das Wetter immer noch gut und in gewohnter Formation, vorne Klaus und Jana, hinten die drei anderen Kfz, geht es durchs flache Land. Trocken, zuweilen gar sonnig.... das Radlerleben kann so schön sein. Ca. bei KM 35 kommt die erste P.....pause, endlich! So eine Blase kann erbarmungslos sein!
Manchmal kommt Jana, einem Erdmännchen gleich, durch das Schiebedach, wendet sich nach hinten und hält mit ihrem riesigen Fotoapparat auf uns, mal sehen was rauskommt.... .
Eine kleine Panne von Scorpio in Okel konnte mit einem schnell montierten neuen Hinterrad schnell behoben werden, Tour de France - Gefühle kommen auf.
In Ströhen, Kreis Diepholz, Niedersachsen ist fast schon vorbei, kommen wir nach 70 KM zu früh (!) an. Getränke kommen schnell und das Essen ist klasse, Dank an den Wirt , sein Personal und die Organisatoren, die mit der Auswahl wieder goldrichtig lagen.
Gesättigt geht's wieder aufs Rad und bald sind wir in NRW, Kreis Minden-Lübbecke, Gauselmann-Country, aber keine Merkur- Spielothek gesehen.
Dann kommt das offenbar Unvermeidliche - Regen setzt ein. Regenjacken angezogen, und weiter geht's in Richtung Wiehen-Gebirge. Wiehen was? Die meisten von uns kannten diesen Namen vorher auch nicht, aber wir sollten dieses Gebirge noch kennenlernen. 11% Steigung und es ziiiieeeht sich. So mancher, der Autor dieser Zeilen zuallererst, kommt an seine Grenze und muss eine kurze Schiebeeinheit einlegen. Aber am Ende sind alle oben angekommen und runter geht's - natürlich - zügig.
Langsam kommt Bielefeld - ja, doch, das gibt's wirklich - in Reichweite. Etwas verspätet erreichen wir den Rathaus-Vorplatz, wo der örtliche WEISSE RING einen tollen Empfang vorbereitet hat. Großartige WEISSE RING - Ehrenamtliche, ein bestens gelaunter Sprecher, ein großzügiger Vertreter der örtlichen Firma Alpecin ("Doping, aber nur für die Haare") und der stv. Bürgermeister von Bielefeld erwarten uns. Wir sind ein wenig durchgeweicht und fröstelnd, aber die phantastische Vorführung eines Trial- Radfahrers, der auch noch zwei Teamkollegen in seine Show einbezieht, lässt uns durchhalten.
Dann geht's ins Hotel und danach zum Abendessen ins Albrechts Brauhaus. Nach einer kurzen Manöverkritik ( das meiste lief gut, das eine oder andere gilt es zu verbessern, unsere Auto-Begleitung hat einen Super-Job gemacht) erhalten Martin und Sönke jeweils einen - völlig verdienten - Preis für das schönste Regen-Schuhwerk. Dann wird gegessen und auf Kalorien achtet keiner. Das ham wir uns verdient, shalalalala..... .


Großartiger Tag!!!!

Heino

 

Start und 1. Etappe

Was für ein Auftakt der Deutschland-Tour 2015! Nachdem wir uns an dem reichhaltigen Frühstück in der Rathausmarktpassage stärken konnten und uns viele liebe Worte und beste Wünsche von unserem Polizeipräsidenten Ralf Meyer und Innensenator Michael Neumann, sowie WR-Landesvorsitzenden Herrn Kamp, entgegengebracht wurden, versammelten sich alle Teilnehmer, Gastfahrer, Gäste und Offizielle für ein Gruppenfoto vor dem Rathausportal.
Das NDR Hamburg Journal war gekommen, um von der Tour am Abend zu berichten? Pünktlich um 09.00 Uhr setzte sich der lange Tross in Bewegung begleitet von zwei Polizeimotorrädern.  Leider setzt dann auch der Regen ein, der uns bis Zeven begleitete. Kennt ihr das Gefühl, wenn das Wasser in den Schuhen steht und durch die Trittbewegung hin und her schwabbt? Oder der gesamte Körper nach einem längeren Vollbad schrumpelig geworden ist? Spritzwasser vom Vordermann dir wie ein Duschstahl von vorn vorkommt? Nicht? Dann hättest mal mitfahren sollen! So erlebten wir die ersten 60 Kilometer. Die Auffahrt auf die Kōhlbrandbrūcke war erhebend und eindrucksvoll, die Abfahrt erwies sich als Aquaplaningtest fūr Gummireifen. Alle Teilnehmer fuhren aber sehr vorsichtig und umsichtig. Beim Ūberqueren der rutschigen Schienen, stūrzte eine Gastfahrerin und zog sich eine Verstauchung der Hand zu, konnte aber weiterfahren.
In Zeven wurden wir von den Mitarbeitern des Ringhotel Paulsen mit Handtūchern und Zeitungspapier für die durchnässten Schuhen erwartet. Wir trafen auf ein zuvorkommendes Personal, warmen und trockenen Räumen und ein großartiges Mitttagessen. Vielen Dank den Verantwortlichen. Die nasse Kleidung konnte gewechselt werden und die 1 Stunde Mittagspause tat allen gut. Schließlich ging es bei beginnendem Sonnenschein weiter. Es wurde warm und der Tross kam gut und flott voran. Kurz vor Bremen trafen wir auf den Kollegen Werner und zwei "weiße Mäuse", die uns mit Blaulicht sicher durch Bremen lotsten. Auf dem Rathausmarkt wurden wir von Mitarbeitern des WR Bremen herzlich mit Getränken und Müsliriegel empfangen. Auch der Staatsrat begrüßte uns herzlich. Schließlich fuhren wir mit Polizeibegleitung in unsere Unterkunft am Airport Bremen. Am Abend hatte der WR Bremen ein Essen im Airport Restaurant organisiert. Vielen Dank für den tollen Empfang und die Gastfreundschaft.
 
Fazit des Tages: trotz Schietwetter eine tolle Teamleistung !
 
Michi